Stellungnahme unserer BI zur Einladung der Stadt zum Pressegespräch am 04. Februar 2015 – wieder einmal eine Mogelpackung

BürgerInitiative Innerer Grüngürtel am Eifelwall (BÏGE)

Gemeinnütziger Verein

                                                                                03. Februar 2015

Stellungnahme

 

Parkstadt Süd: Neues Stadtquartier zwischen Rhein und Universität

Pressegespräch am 04. Februar 2015 im Rathaus, Spanischer Bau

 

Die Stadt bietet den „Betroffenen und der Stadtgesellschaft“ für das Sanie­rungs­gebiet ESIE das „kooperative Planungsverfahren“ an. Das ist eine Mogelpackung. Denn ob­gleich auch das Eifelwallareal, auf dem der Innere Grüngürtel durch Errich­tung von Stadt­archiv und neuem Justizgebäude ein­geschnürt werden soll, zu dem Sanie­rungs­gebiet ge­hört, wurden die Bürger des Eifelwallquartiers zu keiner Zeit in die Entscheidungsprozesse einbezogen. Stets haben Politik und Verwaltung mit ihren Beschlüs­sen zu den beiden Groß­vorhaben die Bürger Kölns vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Veran­staltung in der Uni zum Stadtarchiv, genannt frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung, war eine Farce. Zum Justizneubau wurde der Standortbeschluss gar in den Hinter­zimmern der SPD gefällt.

Vertreter der BÏGE hatten am 05.11.2014 ein Gespräch mit Baudezernent Höing. Bei die­ser Gelegenheit stellte ein sachverständiger Berater der BÏGE seine „alter­native Bür­ger­planung“ vor, wobei es sich selbstverständlich nur um eine von mehreren Planungs­alter­nativen handeln konnte. Dass es zum städtischen Kon­zept interessante und um­welt­­freundlichere Alternativen gibt, wurde mit den bereits verausgabten Planungs­kosten und mit dem – aus Sicht des baurecht­lichen Einfügungsgebots – auf der anderen Seite der Luxemburger Straße ent­stehenden universitären COPT-Gebäude zurückge­wiesen. Aus unserer Sicht völlig ungeeignete Argumente, da ein hässliches Funktions­gebäude nicht die noch größere Häss­lichkeit eines nachfolgend errichteten Archivs (fens­ter­loser Hochbun­ker, beschö­nigend als „Schrein“ bezeichnet, Gebäude ca. 140 m lang, dunkle Baubronze als Außen­haut) begründen darf.

In diesem Gespräch hat Herr Höing zugesichert, vom Neubauvorhaben des Archivs eine realistische visuelle 3D-Darstellung übermitteln zu lassen. Trotz zwischenzeit­licher Anmahnung steht diese doch zum planerischen Standard gehörige, Politik und Öffent­lich­keit unterrichtende Darstellung noch aus. Es scheint so, als solle die Stadtge­sell­schaft wieder einmal hinters Licht geführt werden.

Bei den Planungen zum Inneren Grüngürtel am Eifelwall wird das flächengreifende Neu­bau­vorhaben der Justiz ausgeblendet. Bauplanungsrechtlich, aber auch unter dem Ge­sichtspunkt eines erlebbaren Grüngürtels gehören beide Planungen zusammengeführt. Die Ratsbeschlüsse zur Sanierungssatzung ESIE sowie zum Justizneubau, aber auch der Masterplan sehen eine Mindest- („Referenz-“)breite für den Inneren Grüngürtel von 150 m vor. Durch die Zerlegung des Eifelwallareals in zwei Plangebiete wird versucht, von der Nicht­einhaltung dieser Mindestbreite abzulenken. So ist jedenfalls zu hoffen, dass das visuell fast eingeschlossene und daher für die Bürger des Eifelwallquartiers recht unzu­gäng­liche Gelände zwischen Stadtarchiv und Justizneubau zu einer attraktiven Naher­holungsfläche für deren Bediensteten wird.

 Mail: eifelwall@gmx.de Homepage: bi-eifelwall.de

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